„Gestern virtuos, morgen virtuell“ - Digitalisierung historischer Dokumente der Frauenbewegung

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Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fördert bis Ende 2019 den Aufbau eines Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF), hier soll eine einmalige online Informationsquelle zur Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland entstehen. Die Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) wird daran mit dem dreijährigen Projekt „Gestern virtuos, morgen virtuell“ beteiligt sein und ausgewählte Teile seiner Sammlungen digitalisieren und in das DDF einbringen.

Das AddF verfügt über den größten geschlossenen Bestand zur Frauenbewegung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Deutschland. Für das DDF werden Briefe, Postkarten, Manuskripte, Protokollbücher, Akten, Zeitschriften, Broschüren und Fotos digitalisiert. Im Fokus sind zum Beispiel Briefe führender Frauen der Frauenbewegung aus dem späten 19. Jahrhundert (Malwida von Meysenbug, Louise Otto-Peters, Lina Morgenstern, Fanny Lewald oder Gertrud Bäumer); handgeschriebene Protokollbücher des Deutschen Evangelischen Frauenbundes ab 1899; Korrespondenz von Elisabeth Selbert mit dem Frauenbüro der SPD um 1950 und historische Zeitschriften aus der Frühzeit der Frauenbewegung. Auch mehrere hundert Bilder aus dem bereits digitalisierten Fotobestand des AddF sollen in das DDF eingehen.

Neben der Digitalisierung bietet das Projekt die Möglichkeit, weitere Bestände in der Archivdatenbank zu erschließen und sie so für die Forschung nutzbar zu machen. Zudem werden virtuelle Dossiers zu Personen, Organisationen und Themen der Frauenbewegung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zusammengestellt.

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Notfallverbund Kassel und Nordhessen gegründet

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Tausende einmaliger Kulturschätze von unersetzlichem Wert lagern in den Depots nordhessischer Bibliotheken, Archive und Museen. Trotz größter Sorgfalt sind sie dort nicht vor Gefährdungen wie Bränden, Wassereinbrüchen oder schweren Unwettern gefeit.

Um im Ernstfall schnell und effizient fachlich kompetente Hilfe zu erhalten, haben sich Vertreterinnen und Vertreter von zwölf kulturellen Institutionen zu einem leistungsstarken Netzwerk für den Kulturgutschutz in der Region zusammengeschlossen und am Freitag, 11. November 2016 eine Vereinbarung zur Gründung des „Notfallverbundes Kassel und Nordhessen“ unterzeichnet. Dieser regelt die zur  Schadensprävention und Bergung von Kulturgütern  im Not- oder Katastrophenfall notwendigen Maßnahmen und schließt so eine Lücke im allgemeinen Kulturgut- und Katastrophenschutz.

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Hessischer Archivpreis

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Hessischer Archivpreis 2016 an Dr. Konrad Wiedemann für ehrenamtliches Engagement im Landeskirchlichen Archiv Kassel

Gestiftet wird der Archivpreis von der Hessischen Landesregierung und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Die Preisträger werden von einer Jury ausgewählt. Diese setzt sich zusammen aus Vertretern des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, des Hessischen Landesarchivs, dem Vorstand des VdA-Landesverbandes Hessen und dem Verband der Kommunalarchive in Hessen.

Der Preis für das Ehrenamt ist mit 3.000,- € dotiert und wird in diesem Jahr an zwei Preisträger verliehen. Die Preisverleihung wird im Dezember in Bad Soden Salmünster stattfinden, da das dortige Stadtarchiv den diesjährigen Institutionenpreis erhalten wird.

Dr. Konrad Wiedemann, Bibliotheksdirektor a.D. und ehemaliger Leiter der Handschriftenabteilung der Murhard´schen Bibliothek Kassel (Universitätsbibliothek), engagiert sich seit 2003 bei der Erschließung von mittelalterlichen Einbandfragmenten in kirchlichen Archiven aus Kurhessen-Waldeck. Er erschließt Pergamenteinbände von Kirchenrechnungen und Kirchenbüchern hauptsächlich des 16. und 17. Jahrhunderts. Inzwischen sind rund 700 Fragmente bestimmt, darunter Kostbarkeiten des 8. bis 11. Jahrhunderts, Hebraica, mittelhochdeutsche und altfranzösische Texte sowie Wiegendrucke.        

Die Ergebnisse des Projekts, die auch die Digitalisierung der Stücke durch das Landeskirchliche Archiv beinhaltet, werden nach ihrem Abschluss online in Verknüpfung mit dem Archivportal-D einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.  

Ohne Herrn Wiedemann, sein enormes Spezialwissen und großes ehrenamtliches Engagement hätte dieses ambitionierte Projekt nicht realisiert werden können!


Imageclip Verband kirchlicher Archive

Neuer Imageclip des Verbandes der kirchlichen Archive ist online: Hier klicken!

Ausstellung "ZeitBilder - Acht Jahrzehnte Foto Eberth Cassel" 17.4.-18.9.2016, Stadtmuseum Kassel

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Die Sammlung Eberth im Stadtarchiv Kassel

 

In den Sonderausstellungsräumen des Stadtmuseums Kassel zeigt das Stadtarchiv eine Auswahl aus dem ca. 80.000 Motive umfassenden fotografischen Nachlass der Fotoagentur Eberth, den das Archiv 2006 erwarb.

Die Fotoagentur begleitete vom ausgehenden Kaiserreich bis in die ersten Jahre des wiedervereinigten Deutschland kontinuierlich die Regional- und Zeitgeschichte. Als der junge Carl Eberth 1906 sein Geschäft in Kassel eröffnete, spezialisierte er sich schnell auf ein zu dieser Zeit noch neues Tätigkeitsfeld: er widmete sich bevorzugt der Bildreportage, die für die Presse zunehmend an Bedeutung gewann. Neben die fotografische Arbeit für den bürgerlichen Alltag traten Industrie– und Werbeaufnahmen, Reportagen sowie Bildberichterstattung für Zeitungen und Nachrichtenagenturen.   

Nach der systematischen Erschließung aller Fotografien freuen wir uns, Ihnen eine Auswahl des beeindruckenden Schaffens von Foto Eberth im Stadtmuseum präsentieren zu können!  

Alle bisher erschlossenen Eberth-Fotografien können recherchiert und in hochaufgelöster Qualität kostenpflichtig heruntergeladen werden: Hier klicken!

 

Die Woche der Archive ist in Kassel angelaufen

"Mobilität im Wandel" lautet das diesjährige Motto des bundesweiten Archivtages. In Kassel fiel der Startschuss für eine ganze Archivwoche nicht von ungefähr im Spohrmuseum im Kulturbahnhof. Schließlich fuhr Louis Spohr, der berühmte Kasseler Hofkapellmeister, schon in den 1840er-Jahren, wann immer es ging, mit der Eisenbahn und mochten die Kutschen gar nicht leiden. Viele weitere Aspekte von Mobilität - vom Wandervogel zum Frauen-Ruder-Verein, vom Reisen und "Sich Bewegen", aber auch von Migration und Flucht - können noch an den kommenden Tagen in den beteiligten Archiven der Region erkundet werden.

Die Eröffnungsrede von Frau Dr. Rappe-Weber findne Sie hier: Hier klicken!